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EuGH-Urteil
Kein Gutachten zu Homosexualität erlaubt

Luxemburg. Asylbewerber dürfen keinem psychologischen Test zur Bestimmung ihrer sexuellen Orientierung unterzogen werden. Dies würde „einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Privatleben“ bedeuten, entschied gestern der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.

Die Aussagekraft solcher Tests sei zu unzuverlässig, um den Eingriff in die Rechte des Asylbewerbers zu rechtfertigen (Az: C-473/16). Konkret ging es um einen Nigerianer in Ungarn. Er gab an, er sei homosexuell und befürchte, deshalb in seinem Heimatland verfolgt zu werden.