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Katzen sind die Gewinner des demografischen Wandels

Hannover. Katzen sind die klaren Gewinner des demografischen Wandels. Sie leben oft in Singlehaushalten und profitieren von der steigenden Zahl allein lebender Menschen, bestätigt die Futtermittelbranche. dpa

Setzte der deutsche Heimtiermarkt 1999 noch Katzenfutter für 929 Millionen Euro um, so lag der Umsatz 2012 bei satten 1,5 Milliarden Euro. "Katzen sind die idealen Haustiere fürs 21. Jahrhundert: Je mehr Single-Haushalte es gibt, umso mehr Katzen gibt es auch", sagt Detlev Nolte vom Industrieverband Heimtierbedarf.

Nach Angaben des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe gibt es 12,3 Millionen Katzen in rund 16,5 Prozent aller deutschen Haushalte. Sie sind pflegeleicht, unabhängig und brauchen keine Gassi-Gänge. Der Geschäftsführer des Rheingold-Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen in Köln, der Psychologe Jens Lönneker, sieht in der Katzenhaltung zudem ein Spiegelbild der Gesellschaft: "In einer stark individualisierten Welt will man sich nicht binden, hat aber zugleich das Bedürfnis nach Zuneigung und Zärtlichkeit."