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Keine Quecksilber
In Kinderzähne soll ab Juli kein Amalgam mehr

Berlin. Zahnärzte sollen bei Kindern und Schwangeren vom 1. Juli an nur noch in absoluten Ausnahmen den quecksilberhaltigen Füllstoff Amalgam einsetzen. Das sieht eine EU-Regelung vor. Die Folge sei, dass bei gesetzlich Versicherten unter 15 Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Frauen regelmäßig ein alternatives Füllmaterial gewählt werden müsse, erklärte die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) im Vorfeld.

„Der Versicherte muss sich dabei immer auch für eine zuzahlungsfreie Versorgung entscheiden können“ – etwa eine Kunststofffüllung.


Eine bestehende Sonderregelung für Amalgam-Allergiker sei erweitert und eine neue Abrechnungsziffer geschaffen worden. Der Einsatz von Amalgam ist Experten zufolge in Deutschland ohnehin seit Jahren rückläufig – auch weil Patienten zahnfarbene Füllungen bevorzugen.  Nach KZBV-Schätzungen haben Amalgamfüllungen einen Anteil von etwa 30 Prozent am Gesamtbestand aller vorhandenen Füllungen in Deutschland.