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Tradition
Im Saarland tragen zwei Kasernen preußische Namen

Saarbrücken. Im Saarland tragen zwei der drei Kasernen Namen von Personen. In beiden Fällen handelt es sich nicht um Mitglieder der Wehrmacht, sondern um preußische Generäle. Die Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis wurde 1937 nach Graf August von Werder (1808 bis 1887), Kommandeur des Infanterieregimentes Nr. 30, benannt, das 1876 aus Diedenhofen und Trier in die Kaserne VI verlegt worden war. Die Graf-Werder-Kaserne diente zwischen 1945 und 1972 unter anderem Namen als Wohnraum für französische Militäreinheiten.

Im Saarland tragen zwei der drei Kasernen Namen von Personen. In beiden Fällen handelt es sich nicht um Mitglieder der Wehrmacht, sondern um preußische Generäle. Die Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis wurde 1937 nach Graf August von Werder (1808 bis 1887), Kommandeur des Infanterieregimentes Nr. 30, benannt, das 1876 aus Diedenhofen und Trier in die Kaserne VI verlegt worden war. Die Graf-Werder-Kaserne diente zwischen 1945 und 1972 unter anderem Namen als Wohnraum für französische Militäreinheiten.


Die Graf-Haeseler-Kaserne in Lebach wurde 1936 erbaut und 1966 nach dem Generalfeldmarschall Gottlieb von Haeseler (1836-1919) benannt, der schon als Oberbefehlshaber des XVI. Armee-Korps aus Metz den Lebacher Hoxberg als Manövergelände nutzte. Die Linke im Bundestag hatte 2014 die Benennung der Kaserne kritisiert, da von Haeseler mit den Worten zitiert werde, es sei notwendig, unsere Zivilisation „auf Bergen von Leichen, auf einem Ozean von Tränen und auf dem Röcheln von unzähligen Sterbenden“ zu errichten. Die Bundesregierung sah keinen Grund für eine Kasernen-Umbenennung.