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Alterstest für Flüchtlinge
Hunderte junge Flüchtlinge täuschen im Saarland bei Alter

Saarbrücken. 35 Prozent der vorgeblich minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge im Saarland haben sich im vergangenen Jahr nach behördlicher Prüfung als volljährig erwiesen. Das erfuhr die Saarbrücker Zeitung jetzt vom Sozialministerium. Nach dessen Angaben hatten Fachkräfte der  Aufnahmestelle „Schaumberger Hof“ in Tholey die Minderjährigkeit bei 528 jungen Flüchtlingen deren Altersangabe angezweifelt und eine Röntgenuntersuchung zur Altersbestimmung angeordnet. 254 davon wurden daraufhin als volljährig eingestuft – jeder dritte der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Seit 2016 gehören solche Tests im Saarland zur Praxis. Die Röntgenuntersuchungen seien freiwillig und bis jetzt habe noch kein Flüchtling diese abgelehnt. Von Stephanie Schwarz

35 Prozent der vorgeblich minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge im Saarland haben sich im vergangenen Jahr nach behördlicher Prüfung als volljährig erwiesen. Das erfuhr die Saarbrücker Zeitung vom Sozialministerium.



Nach dessen Angaben hatten Fachkräfte der Aufnahmestelle „Schaumberger Hof“ in Tholey die Minderjährigkeit bei 528 jungen Flüchtlingen und deren Altersangabe angezweifelt und eine Röntgenuntersuchung zur Altersbestimmung angeordnet. 254 wurden daraufhin als volljährig eingestuft – jeder dritte der unbegleiteten Flüchtlinge, der sich als minderjährig bezeichnet hatte. Seit 2016 gehören solche Tests im Saarland zur Praxis. Die Röntgenuntersuchungen seien freiwillig und bis jetzt habe noch kein Flüchtling diese abgelehnt. Der Präsident der saarländischen Ärztekammer, Josef Mischo, sieht solche Tests kritisch. Denn gemäß der Röntgenverordnung sei das Röntgen ohne medizinische Notwendigkeit verboten.