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IT-Sicherheit
Helmholtz-Zentrum beflügelt Saar-Wirtschaft

Professor Michael Backes will Hunderte Wissenschaftler ins Saarland locken.
Professor Michael Backes will Hunderte Wissenschaftler ins Saarland locken. FOTO: Oliver Dietze
Saarbrücken. Das Saarland profitiert laut einer IHK-Studie auch ökonomisch vom Aufbau des neuen Zentrums für IT-Sicherheit auf dem Campus der Saar-Uni. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken könnte der saarländischen Wirtschaft nach einer Studie der Industrie- und Handelskammer  (IHK) künftig zusätzliche Umsätze von mehr als 90 Millionen Euro pro Jahr bescheren. Das Land und die Kommunen profitieren demnach mit einstelligen Millionen-Beträgen von den Lohnsteuer-Zahlungen der künftigen Mitarbeiter. Das Zentrum, dessen Ausbau 2026 abgeschlossen sein soll, sei „eine sehr gute Investition in die Zukunftsfähigkeit des Saarlandes“, heißt es in der IHK-Studie, die unserer Zeitung vorliegt.


Gründungsdirektor Professor Michael Backes will das Helmholtz-Zentrum auf dem Campus der Saar-Universität bis zum Jahr 2026 zu einem Forschungszentrum von Weltrang machen. Er rechnet mit insgesamt 600 bis 800 Mitarbeitern. Am Cispa-Institut, das die Keimzelle des neuen Zentrums ist, sind bislang rund 150 Menschen beschäftigt.

IHK-Geschäftsführer Carsten Meier, der die Studie erstellt hat, bezeichnete die potenziellen Lohnsteuer- und Umsatzeffekte als „beachtlich“. Der Untersuchung liegen Annahmen etwa zum Konsum der bis zu 800 Mitarbeiter und der zusätzlichen IT-Studenten zugrunde, die das Zentrum ins Saarland locken soll.



Die Forschungseinrichtung habe das Potenzial, den Strukturwandel im Saarland maßgeblich positiv zu beeinflussen, sagte Meier. Er appellierte an die Landesregierung, zügig eine internationale Schule im direkten Umfeld einzurichten, zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen und den Campus besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Darüber hinaus sei auch mehr attraktiver Wohnraum notwendig.