| 00:00 Uhr

Große Konkurrenz für deutsche Olympia-Bewerbung

Berlin. dpa/sid

Wen wird Deutschland im Rennen um die Olympischen Spiele 2024 herausfordern? Ein Überblick über die Konkurrenz :

Boston : Die sportbegeisterte Hauptstadt von Massachusetts wird als Favorit gehandelt. Nach zwei erfolglosen Bewerbungen für 2012 (New York) und 2016 (Chicago) wären die USA an der Reihe. Boston hat sich bei der Vorausscheidung gegen Los Angeles, San Francisco und Washington durchgesetzt. Es setzt auf kompakte und nachhaltige Spiele bei einem kleinen Budget von nur 4,7 Milliarden Dollar.

Rom : Im Rennen um die Spiele 2020 hatte Rom seine Kandidatur aus finanziellen Gründen zurückgezogen. Diesmal können die Italiener mit zwei wichtigen Personen "wuchern": Mit Papst Franziskus und dem ehemaligen Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo. Franziskus hatte im Dezember die Bewerbung offiziell befürwortet, er gilt als großer Sportfan. Montezemolo ist Chef des Komitees zur Förderung der Kandidatur Roms. Rom plant mit einem Budget von 6,4 Milliarden Euro.

Paris: Offiziell ist es noch nicht, aber alles deutet auf eine erneute Bewerbung der französischen Hauptstadt hin. Die Unterstützung innerhalb der Bevölkerung ist jedenfalls groß. 73 Prozent der Franzosen und 76 Prozent der Pariser Bürger haben sich in einer Umfrage für die Spiele ausgesprochen. Schon bei der Bewerbung für Olympia 2012 war Paris ganz dicht dran, verlor aber knapp gegen London (50:54). 6,2 Milliarden Euro wurden als mögliches Budget veranschlagt.

Interesse an einer Olympia-Bewerbung besteht auch in Budapest, Doha, Istanbul, Baku und Australien.