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Kommentar EU-Gipfel
Die EU kommt nicht weiter

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Gemessen an den großen Herausforderungen, vor denen die EU steht, scheint sie fast zum Stillstand gekommen. Italien ist dazu übergegangen, die anderen Partner unter Druck zu setzen. Von Detlef Drewes

Die Ost-Länder reagieren mit immer heftigerer Abwehr aller Versuche, sie zur Aufnahme von Migranten zu zwingen. Kanzlerin Merkel scheint wesentliche Teile ihrer einstigen europäischen Strahlkraft verloren zu haben, mit der es oft gelungen ist, die übrigen Mitglieder dieser Gemeinschaft einzufangen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, der kurioserweise zu den EU-Kritikern im Osten, aber auch zu Italien, Deutschland und Frankreich brauchbare Beziehungen hat, konnte diesen Spagat nicht schaffen. Und so blieb bei diesem Treffen in Salzburg kaum etwas anderes übrig, als den „informellen Charakter“ dieser Zusammenkunft nach außen zu kehren, sodass man sich auch nicht schämen musste, kaum etwas erreicht zu haben. Zumal man sich in vier Wochen in Brüssel wiedersieht. Ob es bis dahin Fortschritte gibt? Es ist kaum vorstellbar.