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AfD-Fraktionschef im ZDF-Sommerinterview
Gauland: Der Klimawandel hat nicht viel mit Menschen zu tun



AfD-Fraktions-
Vorsitzender
Alexander
Gauland
AfD-Fraktions- Vorsitzender Alexander Gauland FOTO: dpa / Jule Roehr
Berlin. Die Menschheit ist nach Ansicht von AfD-Chef Alexander Gauland machtlos gegenüber der Erderwärmung. „Ich glaube nicht, dass es gegen den Klimawandel irgendetwas gibt, was wir Menschen machen können“, sagte Gauland gestern im ZDF-Sommerinterview.

„Wir hatten früher Heißzeiten, wir hatten früher kalte Zeiten, längst vor der Industrialisierung.“ Die AfD bezweifelt die nach Einschätzung der meisten Wissenschaftler treibende Rolle des Menschen beim Klimawandel und fordert den Austritt des Landes aus dem Pariser Klimaabkommen.


Gauland verteidigte zugleich den Entschluss der Partei, erst 2019 ein Rentenkonzept vorzulegen. Es gehe um ein schwieriges Thema. Auf die Frage, wie sich die private Vermietung von Wohnungen über die Plattform Airbnb regeln lasse, sagte der Parteichef: „Eine Regulierungsmöglichkeit haben wir auch nicht gefunden.“ Allerdings solle der Bund viel mehr Geld in den Bau von Häusern und Wohnungen stecken.

„Wir sind als Partei groß geworden gegen bestimmte Fehlentwicklungen“, sagte Gauland auf die Bemerkung seines Gesprächspartners, dass seine Partei Antworten auf Zukunftsfragen schuldig bleibe. „Auf dem Gebiet sind wir auch die Oppositionspartei. Das war ursprünglich die Eurorettung, das ist die Flüchtlingskrise. Dann gibt es andere politische Themenfelder, die sich natürlich erst langsam entwickelt haben, auch in der Partei.“ Die Aufzeichnung des Interviews in Potsdam wurde kurzfristig von Passanten gestört, die Gauland beschimpften und ausbuhten.