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Gabriel verteidigt seinen bösen Mittelfinger

Berlin. Darf ein Spitzenpolitiker pöbelnden Neonazis den "Stinkefinger" zeigen? Mit seiner Geste gegenüber rechten Demonstranten hat SPD-Chef Sigmar Gabriel heftige Diskussionen ausgelöst. Die Gruppe hatte ihn als "Volksverräter" beschimpft und auf die Nazi-Vergangenheit seines Vater Bezug genommen. Im ZDF verteidigte er sich jetzt: "Ich habe nur einen Fehler gemacht, ich habe nicht beide Hände benutzt." Gabriel bezeichnete die pöbelnden Rechtsex tremen als "finstere Gestalten". dpa/epd

Darf ein Spitzenpolitiker pöbelnden Neonazis den "Stinkefinger" zeigen? Mit seiner Geste gegenüber rechten Demonstranten hat SPD-Chef Sigmar Gabriel heftige Diskussionen ausgelöst. Die Gruppe hatte ihn als "Volksverräter" beschimpft und auf die Nazi-Vergangenheit seines Vater Bezug genommen. Im ZDF verteidigte er sich jetzt: "Ich habe nur einen Fehler gemacht, ich habe nicht beide Hände benutzt." Gabriel bezeichnete die pöbelnden Rechtsex tremen als "finstere Gestalten".


Der SPD-Chef äußerte zugleich Unverständnis, dass seine Geste so viel Aufmerksamkeit erregt hat. In Deutschland werde mehr darüber geredet, wie man auf Bedrohungen gewaltbereiter Neonazis reagiert, als darüber, wie es überhaupt zu solchen Drohungen kommen könne. "Da hätte ich mir gewünscht, ein paar Leute hätten vielleicht mal darüber nachgedacht, ob das nicht der eigentliche Skandal ist."