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„Für uns wäre das eine Katastrophe“

Saarbrücken. rob/ine

Für den saarländischen Einzelhandel ist eine Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen derzeit offenbar kein vordringliches Thema. Es werde zwar immer wieder mal darüber diskutiert, ohne jedoch zu einer einhelligen Meinung gelangt zu sein, hieß es vom saarländischen Einzelhandelsverband. Für die Sparkassen wäre eine Abschaffung der Kupfermünzen vom Kostenaufwand her zwar eine große Erleichterung, wie der Sprecher der Sparkasse Saarbrücken , Dirk Dumont, auf SZ-Anfrage mitteilte. "Allerdings ist uns die Akzeptanz der Kunden sehr wichtig. Und die Mehrheit der Leute will die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen nicht", so Dumo nt.

Für manche gemeinnützige Organisation im Saarland hätte die Abschaffung der kleinen Münzen gar gravierende Folgen. So zum Beispiel für das Bertha-Bruch-Tierheim, das im gesamten Stadtverband Saarbrücken etwa bei Einzelhändlern 102 Spendendosen aufgestellt hat. "Für uns wäre die Abschaffung der Kupfermünzen eine Katastrophe", sagte Erika Meyer-Oertel, die die Spendendosen betreut. 2014 sammelte das Tierheim nach Angaben Meyer-Oertels insgesamt 9145 Euro, im vergangenen Jahr etwa 8500 Euro. "Rund zwei Drittel dieser Spenden sind Ein- und Zwei-Cent-Stücke". Sie führe sogar für jede einzelne Spendendose eine Karteikarte, so Meyer-Oertel. Auch der Geschäftsführer des DRK-Landesverbandes, Anton Verschaeren, rechnet mit Auswirkungen auf die Höhe des Spendenaufkommens im Fall einer Abschaffung der Kupfermünz en.