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US-Justizministerium
Früherer CIA-Mitarbeiter wegen Wikileaks angeklagt

Washington. In den USA ist ein früherer CIA-Mitarbeiter angeklagt worden, der Informationen über eine zweifelhafte Cyberspionage-Technik des Geheimdienstes an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben haben soll.

Der 29-Jährige habe die Informationen von der CIA gestohlen, um sie zu veröffentlichen, wie das US-Justizministerium mitteilte. Mit der Cyberspionage-Technik hatte sich die CIA den Enthüllungen zufolge Zugang zu Smartphones und Fernsehern verschafft, um die Geräte zum Abhören zu nutzen.


Nach Angaben des Anwalts des Ex-CIA-Mitarbeiters ging es bei den Ermittlungen um eine Datensammlung zum Einsatz von Schadsoftware, Viren und Trojanern zur Cyberspionage. Damit griffen die US-Regierungshacker laut Wikileaks etwa iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Software von Microsoft oder Samsung-Fernseher an, um diese als Wanzen zu nutzen. Enthüllt wurde auch, dass eine CIA-Hackertruppe das US-Konsulat in Frankfurt am Main als Basis für Spähaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika nutzte.

Wikileaks hatte im Jahr 2010 ein politisches Erdbeben ausgelöst, als die Plattform mehr als 250 000 vertrauliche Dokumente von US-Botschaften in aller Welt veröffentlichte. 2016 folgte die Offenlegung von Cyberspionage-Technik.