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EU bleibt im Verkehr stecken


Meinung:

EU bleibt im Verkehr stecken

Von SZ-KorrespondentDetlef Drewes

Die Gigaliner sind ökologischer, sie sparen Sprit, sie können konventionelle Lkw-Fahrten ersetzen. Das alles ist richtig. Die Ablehnung hat auch eher mit dem subjektiven Empfinden der Autofahrer zu tun, die sich längst vom zunehmenden Schwerlast-Verkehr eingeengt fühlen. Tatsächlich kann man mit Recht die Frage stellen, ob ein Land, in dem die Schwerfahrzeuge nachts aus den Parkplatz-Anlagen regelrecht herausquellen, eigentlich die nötige Infrastruktur für diese Lkw hat.

Was nun erreicht wurde, ist aber keine Lösung. Ein typisch europäischer Flickenteppich. Und ein ausgleichender Vorstoß für seit Jahren geforderte schnelle Cargo-Verbindungen auf der Schiene fehlt. So bleibt Europa in seinem eigenen Verkehr stecken.