| 20:38 Uhr

Türkei bombardiert Afrin
Eskalation und viele Tote in Syrien

Eskalation in Syrien: Helfer versorgten die Opfer der massiven Luftangriffe in Ghuta; die Türkei bombardierte Afrin.
Eskalation in Syrien: Helfer versorgten die Opfer der massiven Luftangriffe in Ghuta; die Türkei bombardierte Afrin. FOTO: Uncredited / dpa
Damaskus. Nach der Ankunft syrischer Regierungskräfte in der von Kurden kontrollierten Region Afrin im Norden des Landes hat die Türkei das Gebiet nach syrischen Regierungsangaben wie zuvor angekündigt bombardiert. Das berichteten syrische Medien gestern. Auch die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete Artilleriebeschuss in der Region. Warnschüsse seien auf mit dem syrischen Regime verbundene „terroristische Gruppen“ abgefeuert worden, hieß es. Diese hätten versucht, in Afrin einzurücken.

Nach der Ankunft syrischer Regierungskräfte in der von Kurden kontrollierten Region Afrin im Norden des Landes hat die Türkei das Gebiet nach syrischen Regierungsangaben wie zuvor angekündigt bombardiert. Das berichteten syrische Medien gestern. Auch die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete Artilleriebeschuss in der Region. Warnschüsse seien auf mit dem syrischen Regime verbundene „terroristische Gruppen“ abgefeuert worden, hieß es. Diese hätten versucht, in Afrin einzurücken.


Kurz zuvor waren erste syrische Regierungstruppen in Afrin eingerückt. Nach Angaben der Kurdenmiliz YPG sollen sie sich an der Verteidigung der Einheit Syriens beteiligen und die Offensive der Türkei stoppen. Deren Truppen hatten vor einem Monat eine Offensive auf Afrin begonnen, da sie die YPG als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekämpfen will. Bereits am Montag hatte die Türkei Syrien mit einem Angriff gedroht. Gestern hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Belagerung der Stadt Afrin angekündigt.

Unterdessen eskalierte auch die Lage in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus. Bei Luftangriffen der syrischen Armee wurden gestern 50 Zivilisten getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Region steht seit Sonntag unter massivem Beschuss. Binnen drei Tagen wurden demnach mehr als 200 Zivilisten getötet, darunter rund 60 Kinder. Humanitäre Organisationen forderten ein sofortiges Ende des Beschusses.