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Ermittler schließen Explosion vor Germanwings-Absturz aus

Seyne-les-Alpes. Agentur

Die Ermittlungen zur Ursache des Germanwings-Absturzes in Frankreich stoßen auf unerwartete Probleme. Im Trümmerfeld der Unglücksstelle in den Alpen fanden Bergungskräfte zwar den Sprachrekorder und den Behälter des Flugdatenschreibers. Die eigentliche Blackbox mit gespeicherten Flugdaten blieb aber verschollen, wie der französische Präsident François Hollande gestern sagte. Zudem dauerte die Auswertung der Geräusche aus dem Cockpit länger als erwartet.

Klar war zunächst nur, dass die Germanwings-Maschine nicht in der Luft explodierte. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, teilte der Direktor der französischen Untersuchungsbehörde, Rémi Jouty, in Paris mit. Die Behörde habe zwar auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sichergestellt, könne aber nicht die geringste Erklärung für den Absturz geben.

Nach Angaben von Germanwings-Chef Thomas Winkelmann waren 72 Bundesbürger unter den 150 Insassen der Unglücksmaschine. Zunächst hatte die Fluglinie von 67 Deutschen gesprochen, aber betont, dass sich die Zahl noch ändern könne. Saarländer waren nicht unter den Opfern. Aus Spanien stammten 51 Opfer.

Kanzlerin Angela Merkel besichtigte mit Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy aus der Luft den Absturzort. Merkel dankte den Einsatzkräften für deren Arbeit: "Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe." > e, Interview, A 4: Meinung