| 20:34 Uhr

Jerusalem-Entscheidung
Erdogan nennt Israel einen „terroristischen Staat“

Jerusalem. Die Proteste gegen die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump werden schärfer: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte gestern bei einer Rede im zentraltürkischen Sivas: „Palästina ist ein unschuldiges Opfer (...) Was Israel anbelangt, das ist ein terroristischer Staat!“ Er werde „mit allen Mitteln und bis zum Letzten“ gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels kämpfen.

Die Proteste gegen die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump werden schärfer: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte gestern bei einer Rede im zentraltürkischen Sivas: „Palästina ist ein unschuldiges Opfer (...) Was Israel anbelangt, das ist ein terroristischer Staat!“ Er werde „mit allen Mitteln und bis zum Letzten“ gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels kämpfen.


Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte nach der scharfen Kritik Erdogans seinerseits aus. „Ich bin es nicht gewohnt, Lektionen über Moral von einem Führer zu erhalten, der kurdische Dorfbewohner in seiner Heimat Türkei bombardiert, Journalisten inhaftiert, dem Iran beim Umgehen von Sanktionen hilft, und der Terroristen, auch im Gazastreifen, dabei hilft, unschuldige Menschen zu töten“, sagte Netanjahu gestern.

Den Europäern warf Netanjahu „Scheinheiligkeit“ vor: Während die Europäer Donald Trump kritisierten, weil er Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt habe, seien ihm keine „Verurteilungen“ aus Europa von palästinensischen Raketenabschüssen auf israelisches Gebiet bekannt geworden, erklärte Netanjahu. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte Trumps Jerusalem-Entscheidung mit den Worten kritisiert, der neue Kurs könne „uns in noch dunklere Zeiten zurückzuschicken als die, in denen wir bereits leben“.



Die teils gewaltsamen Demonstrationen gegen Trumps Entscheidung dauerten derweil an. Bis gestern wurden dabei vier Palästinenser getöte.