| 20:59 Uhr

Teslas ungewisse Zukunft
Der Held von Tesla wird zum Risiko

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Das größte Problem von Tesla heißt inzwischen Elon Musk. Der Superstar der US-Unternehmer wankt, und damit wankt auch das ganze Unternehmen. Vor Monaten fragten sich die Anleger noch, ob das Elektroauto-Unternehmen endlich die Produktionsziele packt, trauten „Mister Tesla“ aber weiterhin zu, die Mobilität der Amerikaner revolutionieren zu können und die traditionellen Auto-Riesen weiter das Fürchten zu lehren. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Jetzt aber scheiden sich die Geister an der schillernden Person des Visionärs. Noch halten ihm viele die Treue und glauben daran, dass der zupackende Kreativ-Kopf es schon schaffen wird. Doch die Zahl der Skeptiker wächst. Ihnen wird der kühne Eigensinn ihres bisherigen Helden unheimlich. Sie ahnen, dass Musk Tesla in Gefahr gebracht hat.


Der Tweet, in dem er den Börsen-Abgang angekündigte, könnte der Anfang vom Ende werden. Die Stimmung kann jederzeit kippen – gegen Musk und damit gegen Tesla. Die amerikanische Börsenaufsicht versteht keinen Spaß, wenn ein Manipulationsverdacht im Raum steht. Die Anwälte bereiten Sammelklagen vor. Hohe Strafen und Schadenersatzzahlungen könnten den finanziellen Druck auf Tesla noch weiter erhöhen. Der ist eh hoch, weil das Unternehmen mit jedem verkauften Auto viel Geld verliert. Und wenn dann noch die Konkurrenz mit besseren Elektroautos an den Markt kommt, könnte der kometenhaften Aufstieg von Tesla und Musk in einem Desaster enden.