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Kommentar
Eine gefährliche Diskussion

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Während alle Welt auf die innerparteilichen Konflikte in der SPD schaut, wird auch in der Union eine Debatte immer größer, die Angela Merkel gar nicht gebrauchen kann. Inzwischen knüpfen viele Parteifreunde der Kanzlerin die Frage einer Erneuerung der CDU nicht mehr nur an jüngeres Personal. Sondern auch daran, wie sich die Partei inhaltlich künftig aufstellen muss, für welche Werte und Grundsätze sie eigentlich noch steht. Das macht die Sache gefährlich für die Kanzlerin. Denn ein solcher Streit lässt sich nicht einfach mit ein paar Frischlingen am Kabinettstisch wegwischen. Hier muss Merkel irgendwann Haltung zeigen. Und das fällt ihr bekanntlich schwer. Von Hagen Strauss

Es ist die Mutter aller Diskussionen, die die Union wieder umtreibt und die in den nächsten Wochen sicherlich nicht abebben wird. Auch dann nicht, wenn die Groko erst einmal zustande gekommen ist. Die Frage lautet: Wie konservativ muss sie sein, damit sie auch am rechten Rand verlorengegangenes Terrain zurückgewinnen kann? Wenn Parteivize Armin Laschet jetzt jedoch der CDU das Konservative als Markenkern abspricht, ist das ähnlich provokant und verwegen, als ob die Grünen künftig nichts mehr mit Ökologie am Hut haben wollen. In Wahrheit ist das ein Offenbarungseid. Weil dahinter große Ratlosigkeit steckt. Nur wird die auf Dauer bestraft werden. Vom Wähler sowieso – und irgendwann auch von der eigenen Partei. ⇥Hagen Strauß