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Kommentar
Ein zynischer Rabatt

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Pascal Becher

Black Friday im Bundesinnenministerium: Wer jetzt Deutschland freiwillig verlässt, zurück in die Hoffnungslosigkeit nach Rumänien oder in afrikanische Krisengebiete, kriegt drei Monate lang deutlich mehr Handgeld. Das klingt nicht nur zynisch. Das ist es auch. Und nebenbei ein neuer Beleg für die Eindimensionalität, wie der Staat Migration gestalten will. Konkret wird er meist nur, wenn es um „raus aus Deutschland“ geht. Es scheint so, als hätten de Maizière und Teile der Union derzeit ein stärkeres Interesse daran, schnell eine bessere Statistik im Bereich „gesenkte Asylquote“ vorzuweisen. Deshalb die zeitliche Frist. Für die Reputation wäre das prima, gerade im Februar. Spätestens dann geht es um neue Posten in der Groko oder um Neuwahlen. Im ultrakonservativen Lager punktet man damit sicher. Aber man veräußert so eben auch das Grundrecht auf ein ordnungsgemäßes Asylverfahren in Deutschland.