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Mängel bei der Bundeswehr
Ein sozialistischer Musterbetrieb

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Eine permanente Mangelwirtschaft ist vielen Menschen eigentlich nur noch aus den Zeiten des Sozialismus geläufig. So betrachtet ist die real existierende Bundeswehr geradezu ein sozialistischer Musterbetrieb. Klemmt es doch an allen Ecken und Enden. Von Stefan Vetter

Die Bundeswehrreform von 2011 hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zwar nicht zu verantworten. Aber die Bewältigung ihrer Folgen. Seinerzeit trat die Landes- und Bündnisverteidigung völlig in den Hintergrund. Gemessen wurde die Truppe nur noch daran, wie sie sich in Auslandseinsätzen bewährt. Die gibt es auch heute. Spätestens seit der russischen Krim-Invasion gewinnt jedoch die Nato-Bündnisverteidigung wieder an Bedeutung. Auf diese Parallelität ist die Bundeswehr aber nur sehr unzureichend vorbereitet. Dabei datiert zum Beispiel der Nato-Beschluss für eine multinationale Eingreiftruppe bereits aus dem Jahr 2014. Da war von der Leyen bereits im Amt. Getan hat sich seitdem sehr wenig.