| 20:28 Uhr

Neue Parteiführung
Diese fünf Männer führen die AfD

Hannover. Die neue AfD-Spitze hat fünf Köpfe: Die Chefs Gauland und Meuthen und drei Stellvertreter. Eine Frau ist nicht dabei.

Die neue AfD-Spitze hat fünf Köpfe: Die Chefs Gauland und Meuthen und drei Stellvertreter. Eine Frau ist nicht dabei.


Alexander Gauland: Der 76-Jährige gilt längst als mächtig in der AfD, jetzt hat er mit dem Partei- und Fraktionsvorsitz die größte Machtfülle inne. Der Publizist aus Potsdam war 40 Jahre lang CDU-Mitglied, mit Alice Weidel bildete er das Spitzenduo für die Bundestagswahl. Gauland gilt als Hardliner, provoziert mit deftiger Wortwahl.



Jörg Meuthen: Der Wirtschaftsprofessor ist schwer zu fassen, und genau das scheint sein Kalkül zu sein. Der 56-Jährige lässt gerne im Dunkeln, wo er politisch einzuordnen ist. Der Co-Vorsitzende sitzt für die AfD auch im EU-Parlament.

Georg Pazderski: Seine Wahl zum Co-Vorsitzenden scheiterte am Widerstand des rechten Flügels. Auch zum Parteivize wurde der Berliner Landeschef und frühere Berufsoffizier nur mit mageren 51,2 Prozent gewählt. Der 66-Jährige gilt als Vertreter des gemäßigten, konservativ-bürgerlichen Lagers.

Kay Gottschalk: Über den 51-jährigen neuen Parteivize ist kaum etwas bekannt. Der frühere Versicherungsmanager aus Nordrhein-Westfalen schlug beim Parteitag scharfe Töne an, beschimpfte die EU und die Demonstranten vor der Tür.

Albrecht Glaser: Der 75-jährige Parteivize wurde vor allem durch die Wahl der Bundestagsvizepräsidenten im Oktober bekannt. Der Jurist und Ex-CDUler scheiterte am Widerstand aus den anderen Parteien, will aber Mitte Dezember wieder antreten. Glaser steht vor allem wegen Aussagen in der Kritik, in denen er die Religionsfreiheit für Muslime in Abrede stellte.