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Kommentar
Die Macht der Millionen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Streit um den gemeinsamen Haushalt gehört zu den EU-Klassikern. Bis der Etat für die Finanzperiode 2014 bis 2020 stand, dauerte es 29 Monate. Da konnte niemand vom jetzigen halbtägigen Sondergipfel Ergebnisse erwarten. Von Detlef Drewes

Zumal es genau genommen auch gar nicht um Geld geht, sondern um Macht. Wer in Brüssel verliert, darf sich zu Hause nicht mehr sehen lassen. Denn viele Subventionen aus den europäischen Fonds erweitern den Spielraum einer Regierung für die eigene Politik in der Heimat. Sie machen zufrieden. Doch die Beiträge nach Brüssel derart aufzurechnen, ist nur die halbe Wahrheit. Wer mit Strukturgeldern geringer entwickelte Regionen aufbaut, erhöht die Kaufkraft und die Möglichkeiten, auf dem gemeinsamen Markt shoppen zu gehen.