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Tabak-Industrie
Die E-Zigarette darf nicht zur Einstiegsdroge werden

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist zwar nicht auszuschließen, dass auch diese Modewelle aus den USA nach Europa schwappt und die großen Erfolge bei der Tabak-Prävention unter Jugendlichen zunichtemacht. Von Markus Grabitz

Doch derzeit spricht für einen Siegeszug der Juul in Europa wenig. Denn abgesehen vom Namen hat die Juul in Europa mit der Juul aus den USA wenig gemeinsam. Ihren Erfolg bei Jugendlichen in Amerika hat die Juul vor allem der hohen Konzentration an Nikotin zu verdanken. Das ist dort erlaubt.


Die strengere Regulierung in der EU verbietet aber die Verabreichung derartig hoher Dosen von Nikotin, die Jugendliche regelrecht in einen Rausch versetzen und bei ihnen schnell zu einer Abhängigkeit führen können. Dennoch muss die Aufsicht streng darauf schauen, ob es bei dem bisherigen Trend bleibt, dass die E-Zigarette in Europa vor allem ein Instrument ist, um erwachsene langjährige Raucher in weniger schädliche Bahnen zu lenken. Es darf nicht passieren, dass trendige E-Zigaretten die Einstiegsdroge für Jugendliche in eine Tabakkarriere sind.