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Die allgemeine Verunsicherung

Meinung:Die allgemeine Verunsicherung


Von SZ-RedakteurinIris Neu

Dass sich Bremen zu einer Hochburg der Salafisten gemausert hat, bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass sich die Extremisten dort in ihrem Treiben bislang sicher und ungestört fühlen durften. Freilich haben die Anschläge in Paris auch die deutschen Sicherheitsbehörden in permanenten Wachmodus versetzt. Und gerade daher kann es kaum beruhigen, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen nun doch nicht fand, was sie suchte. Der Ge danke, dass die Behörden solcherlei Kriegswaffen womöglich aus den Augen verloren haben könnten, dürfte die aufgeschreckte Bevölkung alles andere als besänftigen.

Beunruhigen, verunsichern, verstören - das gehört zur perfiden Kriegsführung des islamistischen Terrors. Die Behörden müssen ihrerseits dafür sorgen, dass sich diese Radikalen niemals unbeobachtet fühlen können. Nirgends. Und nicht eine Sekunde. Eine große logistische Herausforderung - aber nur das kann die Fehlerquote der Terroristen erhöhen und möglicherweise die Anschlagsgefahr eindämmen.