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Kryonik
Deutscher glaubt an zweites Leben

Er will dem Tod ein Schnippchen schlagen: Altersforscher Klaus Sames.
Er will dem Tod ein Schnippchen schlagen: Altersforscher Klaus Sames. FOTO: Stefan Puchner / dpa
Ulm. () Obwohl Kryonik in Deutschland verboten ist, glaubt ein Ulmer Altersforscher felsenfest an ein Leben nach dem Tod. Klaus Sames will sich, wenn es so weit ist, tiefkühlen und in ein paar Hundert Jahren wieder auftauen lassen. „Man kann das Sterben unterbrechen“, ist Sames überzeugt. Er weiß zwar, dass sich ein Mensch kaum ohne Schäden einfrieren lassen dürfte. Die Konservierung kompletter menschlicher Organe hält er aber für möglich. Frank-Michael Weigner vom Verband Deutscher Präparatoren nennt seine Vision ein „Hirngespinst“. Körperzellen seien mit Flüssigkeit gefüllt. „Wenn man das ‚runterkühlt, dehnt sich die Flüssigkeit aus, dann platzen alle Zellen.“

Doch Sames lässt sich nicht beirren. In einem Sack mit Trockeneis will er eines Tages „gemütlich nach Amerika schippern“, erzählt er. 28 000 Dollar habe er dem Cryonics Institute bereits gezahlt.