| 20:58 Uhr

Türkei
Deniz Yücel lehnt „schmutzige Deals“ für Freilassung ab

Berlin. Der seit elf Monaten in der Türkei inhaftierte „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel lehnt einen etwaigen Tauschhandel zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ab. „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“, sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview. Auch wolle er keinen etwaigen Austausch mit Anhängern der Gülen-Bewegung.

Der seit elf Monaten in der Türkei inhaftierte „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel lehnt einen etwaigen Tauschhandel zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ab. „Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung“, sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview. Auch wolle er keinen etwaigen Austausch mit Anhängern der Gülen-Bewegung.


Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte dem „Spiegel“ kürzlich gesagt, die Bundesregierung habe eine sehr große Anzahl von Rüstungsexporten nicht genehmigt. „Dabei wird es auch bleiben, solange der Fall Yücel nicht gelöst ist.“ Gabriel betonte danach aber, er habe nicht gemeint, dass Rüstungslieferungen als Reaktion auf eine Freilassung genehmigt würden.