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Finanzaffäre
Defizit des LSVS war laut Gutachten früh zu erkennen

Saarbrücken. Das Haushaltsdefizit des Landessportverbandes (LSVS) soll erkennbar gewesen sein. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachter der Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt in der LSVS-Finanzaffäre gegen Ex-Verantwortliche des Sportverbandes wegen des Verdachts der Untreue. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs


Oberstaatsanwalt Eckhard Uthe machte gestern im LSVS-Untersuchungsausschuss des Landtages erstmals Ergebnisse aus dem 900-seitigen Gutachten öffentlich. Demnach soll sich das Gesamtdefizit des LSVS bis zum Bekanntwerden eines Haushaltslochs im Dezember 2017 auf 13,2 Millionen Euro summiert haben. Als Ursachen führt der Experte beständige Verluste mit der Hermann-Neuberger-Sportschule, einen Millionenkredit sowie Personalkosten an. Ob sein Gutachten strafrechtliche Folgen haben wird, ist offen. Den Beschuldigten muss ein bedingter Vorsatz nachgewiesen werden.