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Das Lächeln verloren



Meinung:

Das Lächeln verloren

Von SZ-Redakteur Peter Seringhaus

Mit der Beschaulichkeit ist es in Thailand schon länger vorbei. Neben den zahlreichen Anschlägen im Süden des Landes ereignete sich im vorigen Jahr ein schweres Bombenattentat mitten in Bangkok. Und nun detonierten Sprengkörper in den Tourismus-Hochburgen Hua Hin und Phuket. Angst macht sich breit im Urlauber-Paradies. Auch wenn die Hintergründe und Drahtzieher noch unbekannt sind, dürfte es sich um Reaktionen auf das aktuelle Vorgehen der Militär-Regierung handeln, die sich ihren Einfluss langfristig sichern will. Die mächtigen Generäle unternehmen nämlich keinerlei Anstalten, das Land zur Demokratie zurückzuführen. So bleiben - trotz blühender Wirtschaft - die tiefen Gräben zwischen armer, einflussloser Landbevölkerung und den wohlhabenden Städtern. Sein Lächeln hat Thailand leider endgültig verloren.