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Chronik der Bundesrepublik

Chronik der Bundesrepublik1949 Mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai etabliert sich die Bundesrepublik Deutschland. Konrad Adenauer (CDU) wird Kanzler. Am 7. Oktober wird in der Ostzone die DDR gegründet. 1950 Das Wirtschaftswunder im Westen beginnt




Chronik der Bundesrepublik

1949 Mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai etabliert sich die Bundesrepublik Deutschland. Konrad Adenauer (CDU) wird Kanzler. Am 7. Oktober wird in der Ostzone die DDR gegründet. 1950 Das Wirtschaftswunder im Westen beginnt. Als sein "Vater" gilt Wirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU). 1951 Weichenstellung für die Westbindung sind die Unterzeichnung des Schuman-Plans zur Montan-Union und die Mitgliedschaft im Europarat. 1953 In der DDR kommt es am 17. Juni zum Volksaufstand, den sowjetische Panzer niederwalzen. Beginn einer Fluchtwelle. 1955 Mit der Aufnahme in die Nato wird der Weg für die Wiederbewaffnung frei. 1957 Das Saarland wird wieder deutsch. Die Bundesrepublik ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), aus der später die Europäische Union entsteht. 1961 Die DDR beginnt in der Nacht zum 13. August mit dem Bau der Berliner Mauer. 1963 Freundschaftsvertrag mit Frankreich. US-Präsident John F. Kennedy wird in Berlin umjubelt. Erhard löst Adenauer als Kanzler ab. 1966 Angesichts wirtschaftlicher Probleme wird die erste große Koalition gebildet. Kurt Georg Kiesinger (CDU) wird Kanzler. 1967 Bei einer Demonstration gegen den Schah-Besuch wird am 2. Juni der Berliner Student Benno Ohnesorg erschossen. Die Studentenbewegung radikalisiert sich. 1968 Trotz massiver Proteste verabschiedet der Bundestag im Mai die Notstandsgesetze. 1969 Willy Brandt (SPD) wird Kanzler einer SPD/FDP-Regierung und leitet sogleich seine neue Ostpolitik ein. 1970 Brandts Kniefall in Warschau findet weltweite Aufmerksamkeit. Unterzeichnung der umstrittenen Ostverträge mit Polen und der Sowjetunion. 1971 Ein Viermächte-Abkommen legt den Status von Berlin fest. Brandt erhält den Friedensnobelpreis. 1972 Führende Mitglieder der Terrorgruppe RAF werden gefasst. Ein palästinensischer Überfall auf die israelische Olympia-Mannschaft in München endet in einem Blutbad. 1973 Ein Lieferboykott islamischer Länder führt zur Ölkrise mit Fahrverboten. 1974 Brandt tritt wegen der Spionageaffäre Guillaume zurück. Nachfolger wird Helmut Schmidt (SPD). Deutschland ist nach 1954 erneut Fußball-Weltmeister. 1977 Höhepunkte des Terrorjahres sind die Befreiung der Lufthansa-Passagiere in Mogadischu, der Selbstmord von drei RAF-Häftlingen und die Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. 1982 Helmut Kohl (CDU) wird im Oktober durch ein Misstrauensvotum gegen Schmidt Bundeskanzler einer schwarz-gelben Koalition. Er bleibt 16 Jahre im Amt. 1983 Die Grünen kommen in den Bundestag. 1984 Kohl und Präsident Mitterrand demonstrieren in Verdun eine deutsch-französische "Versöhnung über den Gräbern". 1985 In Hessen kommt es zur ersten rot-grünen Koalition. 1989 In Berlin fällt überraschend die Mauer. Zuvor waren Tausende über die westdeutsche Botschaft in Prag aus der DDR geflüchtet. 1990 Am 3. Oktober ist Deutschland wiedervereinigt. In Italien wird Deutschland erneut Fußball-Weltmeister. 1991 Beginn einer Serie von fremdenfeindlichen Gewalttaten im sächsischen Hoyerswerda. Sie gipfeln in tödlichen Anschlägen in Mölln (1992) und Solingen (1993). 1998 Nach der Bundestagswahl wird Gerhard Schröder (SPD) für sieben Jahre Kanzler einer rot-grünen Regierung. 1999 Tornados starten in Jugoslawien zum ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr. 2002 Der Euro löst die D-Mark ab. 2003 Schröder verkündet die "Agenda 2010" mit weitreichenden Änderungen des Sozialsystems und Arbeitsmarkts. 2005 Mit Joseph Ratzinger wird erstmals seit 480 Jahren ein Deutscher Papst. Angela Merkel (CDU) ist die erste Bundeskanzlerin. Sie regiert mit einer großen Koalition. 2008 In der Finanzkrise garantiert Merkel die Sparguthaben der Bürger. Ein Milliardenfonds soll die Banken stabilisieren. dpa