| 21:15 Uhr

Wegen Weihnachtsfeier
Christen und Muslime kritisieren Lüneburger Schule

Hannover. Die angeblich auf Kritik einer muslimischen Schülerin zurückgehende Verlegung einer Weihnachtsfeier an einer Schule in Lüneburg sorgt bundesweit für Wirbel. Dass eine schulische Weihnachtsfeier nicht während der Unterrichtszeit stattfinden könne, finde er „schade und auch etwas absurd“, sagte der Hildesheimer katholische Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ Die evangelische Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track erklärte, Religion müsse in Schulen zwar sensibel behandelt werden, doch bedeute das gerade nicht den Ausschluss von Religion aus der Schule. Es brauche vielmehr eine „religionssensible Vermittlung der adventlichen und weihnachtlichen Inhalte“. Das gehöre zu den Grundpfeilern der Gesellschaft.

Die angeblich auf Kritik einer muslimischen Schülerin zurückgehende Verlegung einer Weihnachtsfeier an einer Schule in Lüneburg sorgt bundesweit für Wirbel. Dass eine schulische Weihnachtsfeier nicht während der Unterrichtszeit stattfinden könne, finde er „schade und auch etwas absurd“, sagte der Hildesheimer katholische Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ Die evangelische Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track erklärte, Religion müsse in Schulen zwar sensibel behandelt werden, doch bedeute das gerade nicht den Ausschluss von Religion aus der Schule. Es brauche vielmehr eine „religionssensible Vermittlung der adventlichen und weihnachtlichen Inhalte“. Das gehöre zu den Grundpfeilern der Gesellschaft.



Skeptisch äußerste sich auch der Vorsitzende der Schura, also des Rates islamischer Gemeinschaften, Recep Bilgen: Die Schule habe vorschnell gehandelt und eine unnötige Diskussion angestoßen. Solche Absagen könnten Vorurteile gegenüber Muslimen eher schüren.

Tags zuvor war die Verlegung der Weihnachtsfeier am Gymnasium Johanneum in Lüneburg auf einen Termin außerhalb des Unterrichts bekannt geworden. Dies sei aufgrund der Kritik einer muslimischen Schülerin erfolgt, die sich über das Singen christlicher Weihnachtslieder beschwert habe. Gestern hieß es dann, der Schulleiter erkläre die Verlegung nun mit einem Personalwechsel im Kollegium. Für eine Stellungnahme war er nicht zu erreichen.