| 21:14 Uhr

Auch im Saarland
Bundeswehr macht mehr Jugendliche zu Soldaten

Berlin/Saarbrücken. Die Bundeswehr bildet immer mehr Minderjährige an der Waffe aus. Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ sind die Verpflichtungen von unter 18-Jährigen seit Aussetzen der Wehrpflicht von 689 im Jahr 2011 auf nunmehr 2128 angewachsen. Die Zahl minderjähriger Soldatinnen hat sich seit 2011 (57) fast verachtfacht. Von Pascal Becher
Pascal Becher

Die Bundeswehr bildet immer mehr Minderjährige an der Waffe aus. Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ sind die Verpflichtungen von unter 18-Jährigen seit Aussetzen der Wehrpflicht von 689 im Jahr 2011 auf nunmehr 2128 angewachsen. Die Zahl minderjähriger Soldatinnen hat sich seit 2011 (57) fast verachtfacht.


Der Trend gelte auch für die in der Merziger Kaserne ausgebildeten Soldaten, bestätigte gestern Gerhard Hartmann vom Bundeswehrverband Saarland der SZ. Hier seien   im Schnitt zehn der neuen Rekruten pro Quartal unter 18. Dies sei „eine gute Sache für die Armee, weil sie so jünger wird“, aber auch für die Soldaten, die so  Orientierung im Leben finden oder Wartezeiten auf eine Ausbildung sinnvoll überbrücken könnten.

Dagegen rügte die Linken-Bundestagabgeordnete Evrim Sommer, die Bundesregierung gefährde ihre eigenen Bemühungen zur internationalen Ächtung des Einsatzes von Kindersoldaten.