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| 20:30 Uhr

Bundesbank plädiert für Rente mit 69

Frankfurt/Berlin. Wer bietet mehr? Bei der Frage nach dem Renteneintrittsalter überbieten sich die Experten seit Beginn des Jahres praktisch im Wochentakt. Die Bundesbank bringt jetzt die Rente mit 69 ins Spiel. dpa/afp

Die Deutschen müssen sich aus Sicht der Bundesbank langfristig auf einen späteren Eintritt in den Ruhestand und deutlich höhere Rentenbeiträge einstellen. In ihrem gestern vorgelegten Monatsbericht empfiehlt die Notenbank eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre bis 2060. Die günstige Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung und die bis 2030 reichenden Berechnungen der Bundesregierung dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass "weitere Anpassungen unvermeidlich seien", heißt es in dem Bericht. "Dabei sollte eine längere Lebensarbeitszeit nicht tabuisiert werden."

Derzeit wird das Eintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Vorausberechnungen des Bundes bis 2030 sehen zudem vor, den Rentenbeitrag auf maximal 22 Prozent des Bruttoverdiensts zu begrenzen. Ferner soll das Rentenniveau bis 2030 nicht unter 43 Prozent des Durchschnittslohns sinken.

Die Bundesbank warnt nun, dass sich diese Ziele wegen der steigenden Lebenserwartung und der niedrigen Geburtenrate nicht halten lassen. Verlängere man die Berechnungen bis 2060 unter gleichen Annahmen, sinke das Rentenniveau auf gut 40 Prozent. Um dies zu verhindern, müsse am Alter angesetzt werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft hatte jüngst sogar die Rente mit 73 ins Spiel gebracht.

Ein Regierungssprecher erklärte gestern, die Bundesregierung "steht zur Rente mit 67." Sie sei angesichts der demografischen Entwicklung eine "sinnvolle und notwendige Maßnahme". Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums verwies darauf, dass sich Ministerin Andrea Nahles (SPD ) kürzlich "klar ablehnend" zur Rente mit 69 geäußert habe.

SymbolbildLocation:München
SymbolbildLocation:München FOTO: Andreas Gebert (dpa)