| 20:44 Uhr

Übergangsregelungen für Zeit nach Brexit
Brüsseler Reaktion ist berechtigt

FOTO: Robby Lorenz / SZ

Die EU ist verärgert. Jeder Versuch, den britischen Gesprächspartner angesichts der sich immer deutlicher abzeichnenden Nachteile durch den Brexit eine Brücke zu bauen, werden barsch zurückgewiesen. Stattdessen stellt das Vereinigte Königreich Forderungen, wie London den Binnenmarkt-Zugang bis zur letzten Minute nutzen will, ohne die geltenden Regeln beachten zu müssen. Brüssel reagierte mit Recht allergisch und baute in den Vertrag, der die Übergangsphase regeln soll, jede Menge zusätzlicher Bedingungen ein, um das zu verhindern. Es ist der Versuch, auch in die eigenen Reihen hinein klarzumachen, dass es für jeden, der die Gemeinschaft verlassen will, kein Pardon gibt. Der gemeinsame Markt ist eine Errungenschaft dieser Gemeinschaft. Wer ihn betreten und seine Vorteile nutzen möchte, muss sich an die Regeln halten.