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Kommentar
Beileibe keine Friedensengel

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Nicht als Friedensengel oder Vermittler sind die AfD-Abgeordneten in Syrien unterwegs. Das wäre jetzt notwendig. Aber das passt nicht zu ihnen, dafür sind sie auch viel zu unbedeutend. Hilfspakete für die geschundenen Menschen dort haben die Parlamentarier auch nicht dabei. Was soll also die Reise mitten hinein in den derzeit größten globalen Konflikt? Wobei „mitten hinein“ nicht ganz korrekt ist, sie gehen nur dorthin, wo auch das Regime die Kontrolle hat.

Dem Diktator Assad, an dessen Händen Blut klebt, kommt jede politische Aufwertung im eigenen Land nur recht. Zu nichts anderem führt der Trip der AfD-Leute, die sich auch nicht davor scheuen, einem Großmufti die Hand zu schütteln, der vor wenigen Jahren noch zu Selbstmordanschlägen in Europa aufgerufen hat. Das anhaltende Sterben in Syrien interessiert die AfD nicht. Sie will nur erreichen, dass das Land wieder als sicher eingestuft wird und die Flüchtlinge zurück müssen. Dafür einen solchen Pakt einzugehen, ist abstoßend.