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dbb-Tagung
Beamtenbund will mehr Personal und mehr Geld

Köln. Der Beamtenbund dbb pocht auf mehr Personal und mehr Geld für den öffentlichen Dienst, mehr Schutz vor Gewalt und einen Pakt für Digitalisierung. Nach Angriffen auf Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten warnte Verbandschef Ulrich Silberbach bei der dbb-Jahrestagung gestern in Köln vor einem Ende des staatlichen Gewaltmonopols. Von der Politik forderte er „klares Handeln“.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der aufgrund der Sondierungen von Union und SPD selbst nicht an der Tagung teilnahm, betonte in einer Stellungnahme, die deutschen Behörden müssten auch in Krisensituationen jederzeit schnell reagieren können.



Der dbb hat über 1,3 Millionen Mitglieder. Vor der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst kündigte Silberbach an, „etwas kräftiger zulangen“ zu wollen. Die Verhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen beginnen im Februar. Der Beamtenbund forderte außerdem das Schließen wachsender Personallücken. Aufholen muss das Land laut Silberbach auch bei der Digitalisierung der Verwaltung.