| 21:19 Uhr

Protest gegen ihren Arbeitgeber
BBC-Journalistin tritt wegen ungleicher Bezahlung zurück

London. Eine führende Journalistin der BBC hat im Streit um ungleiche Bezahlung ihren Posten aufgegeben. Männer in der gleichen Position bekämen mindestens 50 Prozent mehr Gehalt als Frauen, kritisierte Carrie Gracie, bisherige BBC-Bürochefin in China, in einem offenen Brief auf ihrer Webseite mit.

Eine führende Journalistin der BBC hat im Streit um ungleiche Bezahlung ihren Posten aufgegeben. Männer in der gleichen Position bekämen mindestens 50 Prozent mehr Gehalt als Frauen, kritisierte Carrie Gracie, bisherige BBC-Bürochefin in China, in einem offenen Brief auf ihrer Webseite.



Sie warf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt eine „verschwiegene und illegale Bezahlungskultur“ vor. Mit dem Schritt ziehe sie die Konsequenzen aus einer Weigerung ihres Arbeitgebers, die Bezahlung männlicher und weiblicher Chefs internationaler BBC-Büros anzugleichen. Sie kehre nun auf ihren früheren Posten in der TV-Redaktion in London zurück.

Eigenen Angaben zufolge verdient die Journalistin im Jahr 135 000 Pfund (rund 152 000 Euro). In einem Radiobeitrag sagte Gracie gestern, sie wolle nicht mehr Geld, sondern Gleichbehandlung. Das Angebot einer Gehaltserhöhung um 45 000 Pfund habe sie abgelehnt. „Ich denke, Gehälter an der Spitze sind inakzeptabel hoch.“