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Frankfurt
Ausländer übernehmen jeden zweiten neuen Job

Frankfurt. Jede zweite neu geschaffene Stelle wurde in Deutschland zuletzt mit Arbeitskräften aus dem Ausland besetzt. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit aus dem Juli berichtet, ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um etwa 700 000 gestiegen.

Dabei wuchs demnach die Zahl der Deutschen mit einem Job um 330 000, die der Ausländer um 370 000. Überwiegend handle es sich um Erwerbstätige aus den osteuropäischen EU-Staaten, vor allem aus Polen und Rumänien. Insgesamt seien derzeit etwa 1,5 Millionen sozial­versicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigte aus Osteuropa in Deutschland tätig.


„Ohne die Freizügigkeit, die Arbeitnehmer in Europa genießen, wären wir bei bestimmten Berufen noch viel stärker in der Klemme“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Nötig sei zusätzliche Einwanderung aus Drittstaaten. Dazu bedürfe es gezielter Anwerbestrategien.