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Pflege
Beruf muss attraktiver werden

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Gesundheitsminister Jens Spahn hat zu Recht darauf verwiesen, dass die Zahl der in Teilzeit arbeitenden Pflegekräfte viel zu hoch ist. Mit jeweils ein paar Wochenstunden obendrauf wäre schon viel gewonnen, um die Personalnot zu lindern. Von Stefan Vetter

Aus der Opposition kam prompt der Vorwurf, er wolle Pfleger zur Mehrarbeit verdonnern. Doch das ist Blödsinn. Auch Spahn weiß nur allzu gut, dass die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte mies sind und ein Vollzeitjob schon deshalb für viele nicht (mehr) in Frage kommt. Also muss sich die Attraktivität ihres Berufs dringend verbessern. Dafür hat Spahn bereits einiges auf den Weg gebracht. Einen Urknall, bei dem sich die Pflegekrise quasi von jetzt auf gleich verflüchtigt, wird es ohnehin nicht geben. Nur mit einem Bündel von Maßnahmen lässt sich am Ende auch die Teilzeitquote im Pflegebereich reduzieren. Denn um diese Erfahrung wissen doch viele: Wenn die Bedingungen stimmen, wird auch gern länger gearbeitet.