| 20:22 Uhr

Antisemitismus-Vorwürfe
Labour-Partei im Visier der Polizei

Jeremy
Corbyn,
Chef der
britischen
Labour-Partei
Jeremy Corbyn, Chef der britischen Labour-Partei FOTO: AP / Matt Dunham
London. Antisemitismus-Vorwürfe bringen die britische Opposition seit Längerem in Nöte. dpa

Die britische Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf antisemitische Hassverbrechen in der oppositionellen Labour-Partei. Anlass ist ein Dossier mit parteiinternen Dokumenten, das Scotland Yard vorliegt. Darin sind 45 Fälle aufgeführt, darunter auch Einträge von Parteimitgliedern in sozialen Medien wie: „Wir werden die Juden, die wie ein Krebsgeschwür für uns sind, loswerden.“ Das Dossier war dem Radiosender LBC zugespielt worden, der es an die Polizei übergab. Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick sagte am Freitag, dass gegen die Partei selbst nicht ermittelt werde. Seit Jahren werden gegen die Labour-Partei und ihren Chef Jeremy Corbyn Antisemitismus-Vorwürfe erhoben.


Kritiker werfen dem Alt-Linken eine einseitige Unterstützung der Palästinenser im Nahostkonflikt vor. Der Parteivorstand übernahm nach langen Diskussionen eine anerkannte Definition für Antisemitismus – indes mit dem Zusatz, weiter Israels Politik kritisieren zu dürfen.