| 20:54 Uhr

Düsseldorf
Angeklagter im Wehrhahn-Prozess auf freiem Fuß

Düsseldorf. Überraschende Wende im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vor 18 Jahren: Das dortige Landgericht hat den Haftbefehl gegen den mutmaßlich rechtsradikalen Angeklagten aufgehoben. Jahrelang hatten die Ermittler mühsam Indizien zusammengetragen. Nach 25 Verhandlungstagen und der Anhörung Dutzender Zeugen sowie dreier Sachverständiger sehe die Kammer aber keinen dringenden Tatverdacht mehr, teilte das Gericht gestern mit. Der 51-Jährige kam umgehend frei. Bei dem Bombenanschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen aus einer zwölfköpfigen Gruppe osteuropäischer Zuwanderer verletzt worden, einige lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib.

Überraschende Wende im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vor 18 Jahren: Das dortige Landgericht hat den Haftbefehl gegen den mutmaßlich rechtsradikalen Angeklagten aufgehoben. Jahrelang hatten die Ermittler mühsam Indizien zusammengetragen. Nach 25 Verhandlungstagen und der Anhörung Dutzender Zeugen sowie dreier Sachverständiger sehe die Kammer aber keinen dringenden Tatverdacht mehr, teilte das Gericht gestern mit. Der 51-Jährige kam umgehend frei. Bei dem Bombenanschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen aus einer zwölfköpfigen Gruppe osteuropäischer Zuwanderer verletzt worden, einige lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib.


Noch am Montag hatte die Staatsanwaltschaft in einer Zwischenbilanz argumentiert, der Angeklagte habe sich selbst verraten. Er habe mehrfach Wissen offenbart, dass nur der Täter gehabt habe, hatte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück gesagt.