| 21:09 Uhr

Nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen
Als Gefährder eingestufter Islamist abgeschoben

Bremen. Nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen hat Bremen einen als Gefährder eingestuften mutmaßlichen Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Algerien abgeschoben. Der 37-jährige Oussama B. sei am Mittwoch ausgeflogen worden, sagte gestern ein Sprecher der Bremer Innenbehörde. B. wird von den Bremer Sicherheitsbehörden als Anführer einer in der Hansestadt aktiven radikalislamischen Gruppierung betrachtet. In einer örtlichen Moschee soll er sich zum IS bekannt haben.

B. saß bereits seit März in Abschiebehaft. Bundesweit bekannt wurde sein Fall, als das Bundesverwaltungsgericht die eigentlich schon früher geplante Abschiebung im November zunächst verbot und er in der Folge vorübergehend frei kam. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass Zusagen Algeriens zur Wahrung der Menschenrechte von B. nicht ausreichend gewesen seien.