| 21:27 Uhr

Zwischenfall
Abschiebung von Ehepaar endet in Geiselnahme

Gütersloh. In einer Flüchtlingsunterkunft bei Gütersloh ist es für kurze Zeit zu einer Geiselnahme gekommen. Ein Ehepaar wehrte sich mit Hilfe von Familienmitgliedern gegen die Abschiebung. Es soll zwei Menschen als Geiseln genommen haben. Ein Familienmitglied hatte gestern Morgen gegen 3.30 Uhr einem Polizeibeamten in einem Gerangel die Dienstwaffe abgenommen. Dann wurden mehrere Schüsse abgefeuert, die aber niemanden verletzten, wie die Polizei mitteilte. Als nach rund 90 Minuten Spezialkräfte der Polizei einen Zugriff vorbereiteten, öffnete die Familie aus Aserbaidschan die Tür und stellte sich.

In einer Flüchtlingsunterkunft bei Gütersloh ist es für kurze Zeit zu einer Geiselnahme gekommen. Ein Ehepaar wehrte sich mit Hilfe von Familienmitgliedern gegen die Abschiebung. Es soll zwei Menschen als Geiseln genommen haben. Ein Familienmitglied hatte gestern Morgen gegen 3.30 Uhr einem Polizeibeamten in einem Gerangel die Dienstwaffe abgenommen. Dann wurden mehrere Schüsse abgefeuert, die aber niemanden verletzten, wie die Polizei mitteilte. Als nach rund 90 Minuten Spezialkräfte der Polizei einen Zugriff vorbereiteten, öffnete die Familie aus Aserbaidschan die Tür und stellte sich.


Die Familienmitglieder wiesen die Beamten auf ihre verletzte Mutter hin. Die von der Abschiebung betroffene Frau wurde mit einer Stichverletzung in eine Klinik gebracht. Die Wunde fügte sich die 49-Jährige nach ersten Ermittlungen selbst zu. Drei Personen kamen in Gewahrsam: Der 53-jährige Vater, eine seiner beiden erwachsenen Töchter und ein Besucher.

Zu der Unterkunft in Borgholzhausen waren zwei Polizeibeamte, der Mitarbeiter des Ausländeramts, ein Arzt und ein Sicherheitsdienstmitarbeiter gekommen. Nur die Polizisten und der Arzt konnten flüchten. Die genauen Hintergründe der Geiselnahme sollen nun geklärt werden, zum Beispiel, wer Schüsse aus der Dienstwaffe abgefeuert hat. Die Polizeibeamten und der Mitarbeiter des Ausländeramts werden psychisch betreut. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk über den Fall berichtet.