| 21:15 Uhr

Polizei
600 Namen zu G20-Krawallen in Hamburg ermittelt

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat bei der Fahndung nach G20-Gewalttätern bisher 600 Verdächtige namentlich ermittelt. Einen entsprechenden NDR-Bericht bestätigten die Beamten gestern. Gegen die Verdächtigen werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs oder Körperverletzung ermittelt. Insgesamt sei die Zahl der Ermittlungsverfahren auf etwa 3000 gestiegen, sagte ein Polizeisprecher. Bei der seit einem Monat laufenden Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos von Verdächtigen wurden mehr als 20 Gesuchte identifiziert.

Die Hamburger Polizei hat bei der Fahndung nach G20-Gewalttätern bisher 600 Verdächtige namentlich ermittelt. Einen entsprechenden NDR-Bericht bestätigten die Beamten gestern. Gegen die Verdächtigen werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs oder Körperverletzung ermittelt. Insgesamt sei die Zahl der Ermittlungsverfahren auf etwa 3000 gestiegen, sagte ein Polizeisprecher. Bei der seit einem Monat laufenden Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos von Verdächtigen wurden mehr als 20 Gesuchte identifiziert.


Kritik an den Zahlen kam von der Hamburger FDP-Bürgerschaftsfraktion. „Immer wenn der G20-Sonderausschuss tagt, gibt es vom Senat vorab vermeintliche Erfolgsmeldungen, mit denen er seine Aufklärungsbemühungen herauszustellen versucht“, sagte der innenpolitische Fraktionssprecher Carl Jarchow gestern vor der Ausschusssitzung. Nach Angaben des rot-grünen Senats flossen seit den Ausschreitungen Anfang Juli bislang 651 000 Euro aus dem von Bund und Stadt Hamburg bereitgestellten Härtefallfonds zum Ausgleich von Schäden. Bislang seien 361 Anträge bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank eingegangen. 191 000 Euro flossen für Gebäudeschäden, 233 000 Euro für beschädigte Autos und 227 000 Euro für sonstige Schäden. Aus dem 40-Millionen-Euro-Fonds werde wohl ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag in Anspruch genommen. Der Fonds springt ein, wenn Versicherungen nicht zahlen.