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Stürme erschweren Rettung
230 000 Menschen auf der Flucht vor Buschbränden

Washington. Kalifornien – ein Flammeninferno: Die seit Tagen im US-Bundesstaat wütenden Buschbrände haben bereits gestern schon mehr als 230 000 Menschen in den benachbarten Regionen von Los Angeles und Ventura in die Flucht getrieben. Tausende Häuser waren von den Flammen bedroht. Wegen der extremen Gefahr riefen die Behörden zum ersten Mal die Alarmstufe „Violett“ aus. Nach Angaben der Feuerwehr behinderten zudem starke Winde mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern die Löscharbeiten. Sie ließen die Flammen regelrecht explodieren, sagte Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles. Er rief die Anwohner zur höchsten Wachsamkeit auf. Sie müssten jederzeit auf Evakuierungen vorbereitet sein. Wer sich nicht sicher fühle, solle sich in Sicherheit bringen. Im Promi-Viertel Bel-Air ging die Polizei von Tür zu Tür, um sicherzustellen, dass alle ihre Häuser verlassen haben.

Das sogenannte Skirball-Feuer näherte sich auch dem berühmten Getty Museum im Westen von Los Angeles. Die Einrichtung blieb geschlossen. Die nahe gelegenge Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt.