| 20:53 Uhr

Terrorprozess
14-Jähriger schwärmt vor Gericht von Anschlagsplänen

Wien. () Im Terrorprozess um zwei Anschlagsversuche in Deutschland hat sich ein 14-jähriger Deutsch-Iraker vor Gericht als wild entschlossener Selbstmordattentäter präsentiert. „Ich habe mich schon mit neun Jahren mit Bombenbau beschäftigt“, erklärte der zur Tatzeit strafunmündige Jugendliche in einer Videoschaltung zum Landgericht Wien. Er wurde gestern als Zeuge im Prozess gegen einen 19-jährigen IS-Sympathisanten befragt, von dem er laut Anklage zum Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen angestiftet wurde. Eigentlich sei das Ziel im November 2016 zunächst ein Bus, später eine Kirche gewesen, doch er habe an dem Tag verschlafen, so der 14-Jährige. Dabei habe er auch daran gedacht, dem Pfarrer die Kehle durchzuschneiden. „Das Einzige, auf das ich gehört habe, war der IS persönlich.“ Nachdem die Bombe nicht explodiert war, wollte er nach eigenen Worten mit Benzin und einem Beil ein Krankenhaus angreifen, mindestens zwei Menschen töten und den Eingang anzünden. Seine Motivation: unter anderem die Aussicht auf Jungfrauen im Paradies.

() Im Terrorprozess um zwei Anschlagsversuche in Deutschland hat sich ein 14-jähriger Deutsch-Iraker vor Gericht als wild entschlossener Selbstmordattentäter präsentiert. „Ich habe mich schon mit neun Jahren mit Bombenbau beschäftigt“, erklärte der zur Tatzeit strafunmündige Jugendliche in einer Videoschaltung zum Landgericht Wien. Er wurde gestern als Zeuge im Prozess gegen einen 19-jährigen IS-Sympathisanten befragt, von dem er laut Anklage zum Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen angestiftet wurde. Eigentlich sei das Ziel im November 2016 zunächst ein Bus, später eine Kirche gewesen, doch er habe an dem Tag verschlafen, so der 14-Jährige. Dabei habe er auch daran gedacht, dem Pfarrer die Kehle durchzuschneiden. „Das Einzige, auf das ich gehört habe, war der IS persönlich.“ Nachdem die Bombe nicht explodiert war, wollte er nach eigenen Worten mit Benzin und einem Beil ein Krankenhaus angreifen, mindestens zwei Menschen töten und den Eingang anzünden. Seine Motivation: unter anderem die Aussicht auf Jungfrauen im Paradies.


Damit relativierte er die Bedeutung des 19-jährigen Angeklagten. Der steht wegen versuchter Anstiftung zum Mord und zu terroristischen Straftaten vor Gericht.