Berlin

Deutschland schiebt verstärkt in den Maghreb ab

Berlin. Die Zahl der Abschiebungen in die Maghreb-Staaten ist im vergangenen Jahr um rund 34 Prozent gestiegen. Wie das Bundesinnenministerium berichtet, wurden 1873 Menschen aus Deutschland nach Algerien, Marokko oder Tunesien abgeschoben. 2017 waren es noch 1398,  im Jahr davor 398 und 2015 nur 135.  Das Innenministerium führt den Anstieg darauf zurück, dass mit den Staaten vereinfachte Verfahren vereinbart wurden.  Mit Marokko etwa würden biometrische Daten elektronisch ausgetauscht.  mehr

Gipfel in Rom

Kirche ringt um Antworten auf den Missbrauchsskandal

Rom. Führende Vertreter der katholischen Kirche haben am zweiten Tag des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan dazu aufgerufen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Kein Bischof dürfe annehmen, dass ihn sexueller Missbrauch von Minderjährigen durch Geistliche nichts angehe oder in „seinem Teil der Welt“ nicht stattfinde, sagte der indische Kardinal und Erzbischof von Mumbai, Oswald Gracias, am Freitag in Rom. „Wir müssen bereuen und dies gemeinsam und kollegial tun. Von dpamehr

Schutzstatus

Streit über Jagd auf Wölfe im Bundestag

Berlin. Der Umgang mit Wölfen in Deutschland sorgt im Bundestag weiter für Streit. Die FDP fordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und parallel dazu in der EU auf eine Lockerung des Schutzstatus hinzuwirken. „Der Wolf hat längst einen guten Erhaltungszustand erreicht“, sagte der jagdpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Karlheinz Busen. „Wir brauchen daher eine Regulierung der Wölfe, nicht nur den Abschuss im absoluten Ausnahmefall, wie die Grünen das wollen.“ Die Weidetierhaltung in Deutschland sei andernfalls „am Ende“. Von dpamehr

Flüchtlingskrise

Maaßen und Patzelt treten Werteunion bei

Berlin. Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und der Politikwissenschaftler Werner Patzelt sind der konservativen Werteunion innerhalb von CDU und CSU beigetreten. Maaßen sagte „FAZ.NET“, die Werteunion sei „eine wichtige Basisbewegung der Mitglieder von CDU und CSU, die ihre Berufspolitiker täglich daran erinnern soll, sich zu ihren eigenen Wertvorstellungen zu bekennen und keine grüne und sozialdemokratische Politik zu betreiben“. Von dpamehr