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Tauber schlägt Patenschaften für Einwanderer vor

Berlin. Agentur

CDU-Generalsekretär Peter Tauber lässt trotz der parteiinternen Kritik an seinem Vorstoß für ein Einwanderungsgesetz nicht locker. Gestern schlug er vor, "Einwanderungs-Attachés" an den deutschen Botschaften im Ausland zu beschäftigen und in Deutschland ein "Patensystem" nach kanadischem Vorbild aufzubauen. "In Kanada bekommt jeder Einwanderer einen Einheimischen an die Hand, der ihm das Land näher bringt. Deutschland hat doch eine große Ehrenamtskultur. Warum sollten wir die nicht nutzen?", sagte Tauber. Der CDU-Generalsekretär bekräftigte seine Forderung nach einem Einwanderungsgesetz: "Deutschland ist ein Einwanderungsland, und deshalb sollten wir die Regelungen auch Einwanderungsgesetz nennen. Das klingt auch deutlich einladender als das derzeitige Aufenthaltsgesetz."

Der SPD gehe es bei ihrem Vorschlag nur um Arbeitskräfte, monierte Tauber. "Mir geht es um die Menschen, die zu uns kommen, um ihre Bereitschaft zur Integration." Dabei könnten auch "Willkommenszentren" helfen. "Einwanderer sollen bei den Behörden nicht als Bittsteller auftreten müssen, sondern Hilfe bekommen - und das am besten aus einer Hand."

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schlägt ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild vor, mit dem qualifizierte Einwanderer nach Deutschland geholt werden sollen. CDU und CSU lehnen die Pläne ab.