| 09:56 Uhr

Bunnik
Ermittler: Flug MH17 von russischer Rakete getroffen

Bunnik. Vier Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugs MH17 über der Ost-Ukraine konzentrieren sich die Ermittlungen auf das russische Militär. Die Rakete, mit der die Boeing abgeschossen worden war, stammte nach Angaben des internationalen Ermittlerteams JIT von der russischen Armee. "Das Flugabwehrsystem vom Typ Buk gehörte zu Beständen der 53. Flugabwehr-Brigade der Russischen Föderation, stationiert in Kursk", sagte der niederländische Chefermittler Wilbur Paulissen gestern in Bunnik bei Utrecht. Fotos, Videos und Zeugenaussagen würden das belegen.

Vier Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugs MH17 über der Ost-Ukraine konzentrieren sich die Ermittlungen auf das russische Militär. Die Rakete, mit der die Boeing abgeschossen worden war, stammte nach Angaben des internationalen Ermittlerteams JIT von der russischen Armee. "Das Flugabwehrsystem vom Typ Buk gehörte zu Beständen der 53. Flugabwehr-Brigade der Russischen Föderation, stationiert in Kursk", sagte der niederländische Chefermittler Wilbur Paulissen gestern in Bunnik bei Utrecht. Fotos, Videos und Zeugenaussagen würden das belegen.


Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ost-Ukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben; die meisten waren Niederländer. Die Ermittler hatten bereits 2016 festgestellt, dass das Buk-Raketensystem aus Russland in das von pro-russischen Rebellen kontrollierte Gebiet transportiert und später nach Russland zurückgebracht worden war.

Der Kreis der Verdächtigen habe sich auf ein paar Dutzend reduziert, sagte der leitende Staatsanwalt Fred Westerbeke. "Wir untersuchen nun gezielt, inwieweit die betreffende Brigade selbst aktiv am Abschuss der Maschine beteiligt war." Das russische Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe entschieden zurück. Moskau habe seit dem Vorfall vor vier Jahren immer wieder betont, dass die Streitkräfte daran nicht beteiligt gewesen seien. Auch die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine dementierten jedwede Beteiligung an dem Abschuss.



(dpa)