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| 10:35 Uhr

Urteil in Hamburg
Böhmermanns „Schmähgedicht“ über Erdogan bleibt verboten

Das „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Erdogan bleibt in größeren Teilen verboten.
Das „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Erdogan bleibt in größeren Teilen verboten. FOTO: Daniel Reinhardt
Hamburg. Das „Schmähgedicht“ des TV-Entertainers Jan Böhmermann (37) über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bleibt in größeren Teilen verboten. Das entschied das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) in Hamburg. Von dpa

Es musste im Wesentlichen darüber urteilen, ob das Gedicht durch die Freiheit der Kunst erlaubt ist oder gegen die Menschenwürde verstößt. Erdogan (64) hatte das Gedicht komplett verbieten lassen wollen. Das OLG schloss sich der Entscheidung der Vorinstanz an, die der Klage Erdogans am 10. Februar 2017 teilweise stattgegeben und verboten hatte, dass bestimmte „ehrverletzende“ Passagen des Textes wiederholt werden.

Böhmermann hatte die Verse am 31. März 2016 in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo) vorgetragen und darin das türkische Staatsoberhaupt unter anderem mit Kinderpornografie und Sex mit Tieren in Verbindung gebracht.