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Sozialgerichte fürchten mehr Hartz-IV-Verfahren

Hohenstein. Die Landessozialgerichte befürchten angesichts des historischen Wirtschaftseinbruchs eine Zunahme der Hartz-IV-Verfahren in Deutschland. "Bereits im vergangenen Jahr haben sie in fast allen Bundesländern zugenommen. Das wird sich aufgrund der Wirtschaftskrise noch verstärken", sagte der Präsident des Hessischen Landessozialgerichts, Harald Klein, gestern

Hohenstein. Die Landessozialgerichte befürchten angesichts des historischen Wirtschaftseinbruchs eine Zunahme der Hartz-IV-Verfahren in Deutschland. "Bereits im vergangenen Jahr haben sie in fast allen Bundesländern zugenommen. Das wird sich aufgrund der Wirtschaftskrise noch verstärken", sagte der Präsident des Hessischen Landessozialgerichts, Harald Klein, gestern. Vor allem Ostdeutschland mit seinen hohen Arbeitslosenzahlen ist nach den Zahlen der Sozialrichter betroffen: Zwischen 50 und 60 Prozent aller Verfahren an den Sozialgerichten beschäftigen sich mit Hartz IV. In Westdeutschland sind es etwa 30 bis 40 Prozent. "Auch die Zahl der unerledigten Verfahren ist besorgniserregend", sagte die Präsidentin des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen, Monika Paulat. "Man kann schon gar nicht mehr von einer Flut sprechen, denn dann würde auch mal eine Ebbe kommen." Die Dauer der Hartz-IV-Verfahren habe sich nicht verlängert. Im Durchschnitt dauere ein Eilverfahren einen Monat, ein Hauptverfahren sieben Monate. dpa